Lehrberufe Bau
Eine Initiative des Fachverbandes der Bauindustrie

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DER TIEFBAUER

Ausbildungsdauer

3 Jahre Lehrausbildung; nach erfolgreich abgelegter Lehrabschlußprüfung im Lehrberuf Maurer oder Schalungsbauer kann durch eine Zusatzprüfung die Qualifikation Tiefbauer ebenfalls erreicht werden.

Der Fachverband der Bauindustrie bietet in Zusammenarbeit mit dem WIFI Wien Lehrgänge für Erwachsene an, die berufsbegleitend in den Wintermonaten angeboten werden.

Nach Absolvierung der Kurse ist ein erleichterter Antritt zur Lehrabschlußprüfung für bereits im Bau tätige, bislang nur angelernte Arbeiter möglich. Einstieg auch für Erwachsene möglich.

Voraussetzungen

Wie in allen Bauberufen ist handwerkliche Geschicklichkeit und Bereitschaft zum "Anpacken" ein Muß für den Tiefbauer. Selbstverständlich ist technisches Verständnis, Freude am Arbeiten im Freien und die Zusammenarbeit in einer Gruppe Grundlage für diesen neuen Lehrberuf am Bau.

Lehrinhalte

Der Jugendliche lernt im ersten Lehrjahr die gleichen Lehrinhalte wie der Maurer. Es ist daher durchaus möglich, sich auch nach einem Jahr Maurerlehre für den Tiefbau zu entscheiden. Die Ausbildung umfaßt Theorie- und Praxiskenntnisse über Baustoffe, Baustelleneinrichtung, Vermessen, Arbeitsrecht, Maschinenkunde, Umweltschutz usw..

Im zweiten Lehrjahr erfolgt eine Spezialisierung auf den Tiefbaubereich: Fachgerechtes Montieren von Schalungen, Herstellen von Stahlbetonbauteilen, Verlegen von Rohrkanälen Herstellung von Fundamenten, Straßen, Böschungen usw.

Das dritte Ausbildungsjahr umfaßt spezielle Bautechnik.

Das Berufsbild ist vor allem auf den Straßenbau ausgerichtet, wenngleich auch Grundzüge des Wasserbaus, Eisenbahnbaus und Brückenbaus sowie Bauen unter Tag vermittelt werden.

Abschluß

Der praktische Teil der Lehrabschlußprüfung besteht aus einer Prüfarbeit, die in der Regel in fünf Arbeitsstunden ausgeführt werden kann, sowie einem Fachgespräch. Dabei werden folgende Fähigkeiten beurteilt: Messen, Anlegen, Schalen und Herstellen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton, Verlegen und Einbauen von Rohrleitungen,Herstellung von Tragschichten und Fertigstellen eines Straßendeckenabschnittes aus Beton oder bituminösem Mischgut. Der theoretische Teil umfaßt die Fächer Fachrechnen, Fachzeichnen, Fachkunde sowie Werkstoffkunde.

Bezahlung und Aufstiegschancen

Der Lehrling im Tiefbau erhält schon im ersten Jahr 7.958,05 öS, im zweiten 11.932,80 öS und im dritten Jahr sogar 15.916,05 öS. Nach Ablegung der Lehrabschlußprüfung ist ein kollektiver Facharbeiterlohn von 19.890,85 öS festgesetzt, der leistungsgerecht überzahlt werden und darüber hinaus weitere Zulagen je nach Einsatzbereich enthalten kann.

Tüchtige Tiefbauer avancieren schon bald zum Vorarbeiter. Mit entsprechenden Kursmaßnahmen ist auch der Aufstieg zum Polier möglich. Im Einzelfall bietet sich sogar die Karriere in die Selbständigkeit: Nach Absolvierung der Baumeisterkurse und Ablegung anspruchsvoller Prüfungen steht dem Titel Baumeister nichts mehr im Wege.

Ein anderer Weg ist die Ablegung einer Studienberechtigungsprüfung, die den Zugang zu Fachhochschulen und Universitäten öffnet.

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